Faszination Faszien

Faszien enthalten, wie die Muskeln, Zellen, die sich zusammenziehen können. Diese sogenannten Myofibroblasten sind in einer gesunden Zwischenzellenflüssigkeit entspannt und unterstützen damit die Flexibilität der Faszie. Kleine „Spinnentierchen“, Fibroblasten genannt, bauen die Faszien übrigens fortwährend um. Sie spinnen neue Fäden, entfernen unnötige, verdichten Bereiche, lockern sie aber auch wieder auf und diese Aktivitäten werden durch unsere Körperbewegungen ausgelöst. Nutzen wir unsere vollen Bewegungsmöglichkeiten nicht, oder wiederholen wir Bewegungen immer wieder einseitig, so verändern die Fibroblasten die Fasziengeometrie. Die Scherengitter verfilzen, die Faszien werden unflexibler, steifer und die Strömungskanäle verengen sich.
Der Zustand unserer Zwischenzellenflüssigkeit hängt im Übrigen natürlich auch von unserer Ernährung ab. Enthält die Nahrung unverwertbare Stoffe oder giftige Substanzen, so sammeln sich diese natürlich in der Flüssigkeit an und sie wird dadurch weniger fließfähig. Durch Übersäuerung verändert sich der pH-Wert, die Myofibroblasten ziehen sich zusammen und die Faszien werden steif und reißanfällig. Zunehmende Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, steigende Verletzungsanfälligkeit, aber auch sinkende körperliche Leistungsfähigkeit sind dann die Folgen.

Wenn Sie diesen Prozess umkehren möchten, den viele übrigens für unvermeidbar halten, dann sollten Sie gleich damit beginnen. Und beginnen Sie mit einem Bewegungstraining, das die volle Beweglichkeit in alle Gelenkwinkel anstrebt. In den Liebscher&Bracht-Übungsvideos können Sie genau diese Übungen lernen. Machen Sie die Engpassdehnungen und den Ausdauersport. Trinken Sie viel reines Wasser, essen Sie reines Wasser – das beste Wasser zum Essen sind natürlich die Säfte und die Smoothies – und Sie werden sehen, wie tagtäglich Ihre Schmerzen weniger werden, die Beweglichkeit zunimmt und sich ein ständig zunehmendes Wohlgefühl wieder einfindet.

Dr.med.Petra Bracht